Multi-Channel-Payment: Payment-Mix muss auf sämtliche Kanäle abgestimmt werden

Am Multi-Channel-E-Commerce führt kein Weg vorbei: Das Gros der Experten weist kontinuierlich auf die Wichtigkeit der parallelen Nutzung aller Kanäle hin – von on- und offline über Social Media bis hin zu Blogs oder mobilen Endgeräten. Was für die Verknüpfung der unterschiedlichen Channels gilt, trifft gleichermaßen auf die Zahlungsmodalitäten zu. „Eine effiziente Multi-Channel-Strategie beinhaltet auch den Payment-Mix“, weiß Jens Riga, E-Payment-Experte und Webshop-Manager bei Docdata Commerce. „Zahlungsmodalitäten müssen genauso flexibel wie der Vertrieb sein. Konsumenten erwarten kanalübergreifende Angebote.“ Barzahlung an der Kasse am Point of Sale oder die Kreditkarte als einziges Angebot für den Online-Shop reichen nicht aus. Anbieter müssen sich den Bedürfnissen der Kunden stellen, innovative Strategien entwickeln und neue Technologien vorantreiben.

Um mittels erweiterter Zahlungsoptionen On- und Offline-Kanäle zu kombinieren und Zahlverfahren im Interesse des Kunden zu vereinfachen, wählen Anbieter verschiedene Möglichkeiten. „Eine Vielzahl der Brick-&-Mortar-Shops akzeptiert aktuell nur Cash und Card-Payments, viele Online-Shops sogar nur Card-Payments“, erklärt Riga. „Das ist nicht mehr zeitgemäß. Natürlich muss man auch den Blick auf den internationalen Markt richten. Deutschland ist eines der wenigen Länder, in dem Kunden Waren im Internet bestellen und erst im Nachhinein zahlen können. Vor allem deutsche Käufer setzen auf sichere Zahlungsabwicklungen.“

Sicherheit für Kunden ausschlaggebend

Für einen ganzheitlichen Multi-Channel-Ansatz eignet sich besonders Barpay. Kunden können sich die gewünschte Ware online aussuchen, anschließend im Brick-&-Mortar-Laden bezahlen und gegebenenfalls auch dort abholen. Per SMS, E-Mail oder direkt im Browser erhält der Kunde nach der Bestellung einen Barcode, der dann im Laden gescannt wird. Mit der Bezahlung vor Ort wird der Kaufprozess abgeschlossen. „Barpay ist eine schnelle und sichere Zahlungsart und entspricht dem Wunsch nach einem vertrauensvollen, sensiblen Umgang mit Zahlungsdaten“, so Riga. Laut einer aktuellen Studie von BearingPoint steht für 52 Prozent der Befragten bei der Entscheidung für die Nutzung von Mobile Payment der vertrauensvolle Umgang mit Kaufdaten im Vordergrund.

Die Zukunft des Payments liegt im Bereich Mobile. „Lange erwartet wird bereits die Integration des NFC-Chips in neueste Smartphone-Modelle. Dieser ermöglicht eine Zahlung mit dem Handy ohne einen benötigten Zugriff auf Cards, Cash oder Paypal“, verdeutlicht Riga. „Apples Entscheidung, beim iPhone 5 auf den NFC-Chip zu verzichten, verzögert die Entwicklung zunächst.“ Nichtsdestotrotz feilen Anbieter an Innovationen für Apps, Schnittstellen, Usability oder Check-Out.

„Der Trend geht zum Mobile Wallet“, ist sich Riga sicher. „Künftig wird das Mobiltelefon die Kreditkarte ersetzen. Einzig die finalen technischen Voraussetzung stehen noch aus.“ Viele Kunden nutzen bereits sogenannte E-Wallets – virtuelle Geldbörsen, die Käufer mit einem bestimmten Geldbetrag aufladen und dann zur Zahlung verwenden können. Aufgrund der hohen Kommissionsrate sind diese noch nicht so verbreitet. Als Weiterentwicklung dieser Online-Konten werden Mobile Wallets das bargeldlose Bezahlen weiter vorantreiben – sowohl on- als auch offline.

 

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