Automation: Erste Koppler zwischen CC-Link IE und PROFINET

Bei der Entwicklung ihrer neuen gemeinsamen Spezifikation für uneingeschränkte Kompatibilität von CC-Link IE und PROFINET ging es der CC-Link Partner Association (CLPA) und PROFIBUS & PROFINET International (PI) um die Funktionalität eines „Koppler“-Gerätes für die transparente Kommunikation zwischen den beiden Protokollen.

Jetzt hat der Netzwerkspezialist Hilscher angekündigt, die ersten Kopplerprodukte für den nahtlosen Informationsaustausch zwischen den beiden Netzwerken auf den Markt bringen zu wollen. Mit dem neuen Koppler können Anwender auf effiziente Weise die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Teilen einer Fertigungslinie in separaten Netzwerken herstellen. Das bedeutet einen immensen Zuwachs an Transparenz und Integration. Die unkomplizierte Brückenlösung zwischen den beiden Netzwerken wird den Entwicklungsaufwand drastisch reduzieren, der bisher noch mit der Integration heterogener Netzwerkarchitekturen verbunden ist und in zahlreichen Anlagen in aller Welt nach wie vor auf der Tagesordnung steht.

Vor allem wird es für Unternehmen einfacher, die jeweils besten Komponenten unterschiedlicher Hersteller auf dem Weltmarkt einzukaufen, anstatt zugunsten eines einheitlichen Netzwerkprotokolls Abstriche an Leistungsfähigkeit und Funktionsumfang hinzunehmen. Weil CC-Link IE ein anerkannter Technologieführer auf dem asiatischen Markt ist, während PROFINET in Europa dominiert, wird die neue Spezifikation die Integration erheblich vereinfachen und die Auswahl für Endanwender vergrößern, die ihre Betriebsmittel weltweit einkaufen möchten.

Hierzu Armin Pühringer, Business Development Manager bei Hilscher: „Als die CLPA und PI die Entwicklung einer gemeinsamen Spezifikation ankündigten, war das für die Technologieführer mit der notwendigen Expertise zugleich der Aufruf zur Entwicklung eines entsprechenden Kopplergerätes. Hilscher arbeitet seit vielen Jahren sowohl mit PROFINET als auch den Technologien auf CC-Link-Basis. Deshalb war für uns die Beteiligung an der gemeinsamen Schnittstellenentwicklung eine folgerichtige Entscheidung. Wir haben dabei unsere Kompetenz in der Datenverarbeitung auf allen Ebenen eingebracht und in Kürze wird nun der neue Koppler selbst folgen.“

Indem er für die beiden weltweit führenden Netzwerkstandards Transparenz und Integrationsfähigkeit herstellt, erfüllt Hilschers Koppler außerdem gleich zwei der spezifischen Forderungen der Industrie 4.0.

Am CLPA-Stand auf der SPS/IPC/Drives 2016 in Nürnberg hat Hilscher bereits Prototypen des neuen Geräts gezeigt, ebenso wie auf der SPS Italia 2017 in Parma.

John Browett, General Manager der CLPA Europe kommentierte: „Das ist ein entscheidender Schritt nach vorn. Die CLPA und PI hatten auf der SPS/IPC/Drives 2015 versprochen, die Entwicklung der Kopplerspezifikation innerhalb eines Jahres zum Abschluss zu bringen, und zum Termin 2016 konnten wir Erfolg vermelden. Dass Hilscher jetzt konkrete Produkte ankündigt, zeigt, dass die Kooperation von CLPA und PI nach wie vor hochrelevante Entwicklungen ihrer Partner hervorbringt.“

Bild:  Armin Pühringer, Business Development Manager bei Hilscher: „Hilscher arbeitet seit vielen Jahren sowohl mit PROFINET als auch den Technologien auf CC-Link-Basis. Deshalb war für uns die Beteiligung an der gemeinsamen Schnittstellenentwicklung eine folgerichtige Entscheidung.“

 

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