3D-Druck: Neuer Direct-Drive-Extruder von German RepRap

Mit dem neuen Direct-Drive-Extruder für den 3D-Drucker PRotos  ist es der German RepRap GmbH gelungen, einen Extruder mit kleinsten Abmessungen zu realisieren. Mit der kompakten Bauweise kann man  den Druckraum besser ausnutzen und  größere Objekte drucken. Durch den modularen Aufbau lassen sich mehrere Extruder zu einem Dual-Extruder oder Mehrfach-Extruder aneinander reihen. Es stehen somit noch mehr Möglichkeiten für den 3D-Druck offen, zum Beispiel zweifarbig oder mit begleitendem Stützmaterial zu drucken. Weiterhin hat es die German RepRap geschafft, den Extruder wesentlich zu vereinfachen. Nach dem Motto „keep it simple“ wurden weniger Komponenten verwendet als bei herkömmlichen Extrudern.

German RepRap war eines der ersten deutschen Unternehmen, das einen eigenen 3D-Drucker auf Basis des OpenSource-Projekts RepRap auf den Markt gebracht hat. Die Community getriebene RepRap-Bewegung hat eine Welle ausgelöst, die mittlerweile als der neue Mega-Trend mit großem Einfluss auf unser tägliches Leben angesehen wird – wie das vor knapp 20 Jahren in Bezug auf das Internet prognostiziert wurde.  Jetzt kommt der 3D-Druck für Jedermann: Fehlt ein Teil im Haushalt, geht ein Plastikteil kaputt, drucken wir das Ersatzteil einfach aus, anstelle es zu kaufen. Will ein Unternehmen seine ersten Entwürfe schnell als Prototyp selbst erstellen, wird das Teil im Haus ausgedruckt und muss nicht von einer externen Firma gefertigt werden.

Der neue Direct-Drive-Extruder von German RepRap bringt durch seinen modularen Aufbau deutlich mehr Flexibilität, da er je nach Anforderung als Einzel- oder Dual-Extruder eingesetzt werden kann. So lässt sich stabilisierendes Stützmaterial während des ganzen Drucks verwenden. Das Stützmaterial ist z.B. bei komplexen hinterschnittenen oder beweglichen Teilen erforderlich, oder bei Gewinden bzw. Objekten, die sich in einem Hohlraum frei bewegen. Ein zweiter Extruder wird bereits von der frei erhältlichen Open Source Software slic3r (www.slic3r.org) zum Drucken von Stützmaterial unterstützt. Mit passender Slicer-Software ermöglicht der Direct-Drive-Extruder auch den Zweifarben-Druck.

Derzeit arbeitet der Extruder mit den modularen Hot-Ends für 1,75 mm und 3 mm Material. Er lässt sich mit nur einem Handgriff zerlegen und ist damit sehr einfach zu reinigen und zu warten. Für bestehende PRotos-Drucker gibt es einen Umrüstsatz. Er passt auch für andere Open Source 3D-Drucker wie Prusa usw.  Diese können den Direct-Drive-Extruder abhängig vom Aufbau der X-Achse einzeln, als Dual-Extruder oder als Mehrfach-Extruder verwenden.

Der Preis des Bausatzes für einen Extruder inklusive Hot-End mit 0,5mm Düse beträgt  194,95 Euro inkl. MWSt. Der Bausatz für den Dual-Extruder  kommt auf 397,95 Euro inkl. MWSt.

Bild: Dual-Extruder. Durch den modularen Aufbau lassen sich mehrere Extruder zu einem Dual-Extruder oder Mehrfach-Extruder aneinander reihen.

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